Als selbsternannter Foodie liebt Marcus das Kochen und lebt praktisch in seiner Küche. „Da bin ich ganz bei mir. Wenn ich hacke, schneide, Soßen mache… kann ich total abschalten.“ Koreanisches Hühnchen (Korean Fried Chicken) ist eines seiner Lieblingsgerichte. Er erinnert sich noch gut daran, wie er es das erste Mal in einem kleinen koreanischen Restaurant auf Empfehlung eines Freundes probiert hatte. „Das absolut süchtig machende, knusprige Äußere und diese dicke süß-würzige Glasur haben mich umgehauen. Es war ganz anders als die Art Brathähnchen, die ich vorher probiert hatte.“
Heute gibt es viele Restaurants, die ihre eigene Version dieser Hähnchen-Delikatesse anbieten – und die langen Schlangen vor den Restaurants und Imbissen sind der Beweis, dass sich koreanisches Brathähnchen zu einem riesigen globalen Phänomen entwickelt hat.
Die „Suwon Fried Chicken Alley“ im südkoreanischen Suwon ist seit langem für ihre köstlichen Geflügelgerichte berühmt. Marcus atmet den würzigen Geruch der gebratenen Delikatessen ein und bemerkt einen Ort, der besonders auffällt: Bilder von Fernsehauftritten und prominenten Besuchern sind hier über dem kleinen Eingang befestigt. Er weiß, dass er den Ort gefunden hat, den er gesucht hat.
Die Stücke sind größer und saftiger als Fried Chicken nach amerikanischer Art. Außerdem sind sie perfekt gewürzt und haben einen gewissen Kick. Als kontaktfreudiger Mensch kommt Marcus mit der freundlichen Besitzerin ins Gespräch, die ihm die Geheimnisse ihres leckeren Hähnchens verrät. „Das Hähnchen wird nicht nur einmal, sondern zweimal frittiert, damit es besonders knusprig wird.“ Allen Widrigkeiten zum Trotz kehrt Marcus mit dem wertvollen Rezept nach Hause zurück.
1 Huhn abspülen und abtropfen lassen. In Stücke schneiden, dann mit Salz und Pfeffer würzen. 1 Tasse Maisstärke hinzufügen und die Stücke gleichmäßig panieren. Öl in einem tiefen Topf auf 170 °C erhitzen. Dann das Huhn vorsichtig dazugeben und frittieren, ggf. die Stücke zwischendurch umdrehen. Wenn die Haut leicht goldfarben wird, das Hähnchen herausnehmen und das Fett auf Küchentücher abtropfen lassen. Dann das Hähnchen noch eine weitere Runde frittieren, bis die Haut knusprig und köstlich golden aussieht, aus dem Öl nehmen und ruhen lassen.
Wie bei den meisten Gerichten ist es die Würze, die den Unterschied ausmacht. In einen separaten Topf 4/5 Tasse Stärkesirup, 1/4 Tasse „Gochujang“ (rote Paprikapaste), 1/3 Tasse Ketchup, 1/3 Tasse braunen Zucker, 1/2 Tasse gemahlenen Knoblauch, 3,5 Esslöffel Sojasauce und 3 Esslöffel getrocknete rote Chilischoten geben. Die Sauce bei niedriger bis mittlerer Hitze erhitzen und gut umrühren. Wenn die Sauce zu brodeln beginnt, die Pfanne vom Herd nehmen.
Das Brathähnchen in eine große Schüssel geben und die Sauce über das Hähnchen gießen. Vorsichtig mischen – am besten mit Besteck, da die Sauce sehr heiß sein kann. Achte darauf, dass das Hähnchen gleichmäßig umhüllt ist. Du kannst natürlich auch einen Teil des Hähnchens saucenfrei halten und es stattdessen in die Sauce dippen. So oder so: Schmeckt immer köstlich!
Für den letzten Schliff einfach ein paar Sesamkörner über das frittierte Huhn geben und mit einer Handvoll gehackter Frühlingszwiebeln garnieren. Für das Original-Korea-Erlebnis: eingelegter Rettich als Beilage hilft, die Fettigkeit des Hähnchens auszugleichen. Mit diesem Rezept kannst du den originalen Geschmack von koreanischem Brathähnchen jederzeit bei dir zu Hause genießen.
„Das Geheimnis besteht darin, alle Zutaten frisch zu halten, insbesondere das rohe Huhn.“
Wenn du also Lust auf das beste Brathähnchen der Welt bekommen hast: